Viehscheid in Buching

Der dritte Montag im September ist immer etwas ganz besonderes, denn im Nachbarort Buching ist dort wie jedes Jahr Viehscheid. Das ganze Dorf ist auf den Beinen, denn wenn die Tage kürzer werden und  der Bergsommer sich dem Ende nähert, dann wird im Allgäu mit dem Viehscheid der Herbst eingeläutet.  

Die Rinder und Kühe, begleitet von Vorreitern und der Musikkapelle Buching, ziehen in der Früh auf dem Marktplatz ein. Ist der Bergsommer ohne Unglücke und Verluste verlaufen, so werden sog. Kranzrinder, also die Leittiere, geschmückt. Den Tieren werden neben den Glocken um den Hals kleine Kränze aus Tannenzweigen und Blumen auf das Haupt zwischen die Hörner gebunden. Im Allgäu gibt es überwiegend die bekannte Rasse des Allgäuer Braunviehs. Es ist ein Markenzeichen für das Allgäu und hat hier die ältesten Rechte, die es auch gilt, in der Hektik des 21. Jahrhunderts zu respektieren. Auf dem Festplatz werden die Tiere entweder an ihre Besitzer zurückgegeben und dort auf dem traditionelle Viehmarkt weiterverkafut.  Wie in längst vergangenen Zeiten wird um das Vieh gehandelt und der Kauf per Handschlag besiegelt.

Selbstverständlich darf das Festzelt, wo für Essen und die ein oder anderen Maß Bier gesorgt ist, nicht fehlen. Die Buchinger Blasmusik spielt und nach alter Allgäuer Tradition wird auch immer das schönste Kranzrind gekürt und die besten Hirten mit großen Kuhschellen ausgezeichnet.

Die Kulisse ist spektakulär. Die meisten Besucher besuchen das Fest in Tracht, für Einheimische ist dies selbstverständlich. Neben dem Viehmarkt und dem Festzelt gibt’s auch den Krämermarkt, wo das ein oder andere Souvenir erstanden werden kann. Der Buchinger Viehscheid ist jedes Jahr ein Highlight auf dem Allgäuer Festkalender.

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